Kommentar zur Stadtratssitzung am 16.03.16

Anfang der Durchsage!
Konformitätsprinzip, Solidaritätsprinzip, Konservationsprinzip, Privatnützigkeitsprinzip, Surrogationsprinzip – lauten die fünf Prinzipien für eine baurechtliche Umlegung. Ja ich weiß: das ist für Uneingeweihte reichlich Stoff zum Abschalten. Wir hielten durch und wählten in der vorösterlichen Stadtratssitzung einen „Umlegungsausschuss“. Dieser wird dann immer auf die Tagesordnung treten, wenn z.B. Bebauungspläne entstehen und Grundstücke als Ausgleich geschaffen werden sollen. Das Gremium besteht aus regulär 4 Mitgliedern mit je einem Stellvertreter.
Doch unserer „Die Jungen-Fraktion“ gefiel gar nicht, dass die zu wählenden Probanden nicht anwesenden waren, um sich evtl. vorzustellen und noch offenen Fragen hinzugeben. Auf Nachfrage stellte sich heraus, dass die Verwaltung es nicht für nötig gehalten hatte, diese einzuladen. Prompt entschlossen wir uns, nicht an der Wahl der „Undercover-Mitglieder“ zu beteiligen. Sagenhafte eineinhalb Stunden dauerte diese Prozedur im Stadtrat.
Das muss der OTZ wohl sehr aufs Gemüt geschlagen haben, titelte sie doch anschließend, dass wir als gewählte Volksvertreter unseren Wählerauftrag nicht wahrnahmen. Uns schien es logischer, erst anzuhören, dann abzuwägen und „last but not least“ anschließend mit gutem Gewissen zu wählen. Schließlich kommt ein Großteil der Bewerber aus anderen Städten. Ob diese a priori das nötige Fingerspitzengefühl mitbringen, um in unserem schönen Saalfeld „herumzuwirtschaften“? Das Pferd vor der Apotheke lässt grüßen! Ende der Durchsage!

Eric H. Weigelt
Frakt.-Vors. DIE JUNGEN
Im Saalfelder Stadtrat

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