Dokumentenprüfgeräte verhindern Mißbrauch

+++ nachgefragt & nachgehakt+++

Bereits in dieser Woche erfuhren wir, dass der Bürgerservice über kein Dokumentenprüfgerät verfügt. Anlass genug, um uns die Sache einmal näher anzuschauen. In Deutschland besteht Meldepflicht. Ein Dokumentenprüfgerät dient zur Überprüfung von hoheitlichen Dokumenten verschiedener Staaten. Die Sicherheit mit der falsche Dokumente ermittelt und festgestellt werden können sowie der Missbrauch von Ausweisdokumenten, z.B. bei der Beantragung von Leistungen, kann mit einem Dokumentenprüfgerät vorgebeugt und nahezu in Gänze vermieden werden. Statistisch stecken hinter jeder Dokumentenfälschung mehrere 10.000 Euro Schaden. So ist auch das Thema um die Sicherheit in Deutschland gegenwärtig sehr brisant- wie die jüngsten Vorfälle wieder einmal zeigen. Auch konnte sich der Attentäter vom Breitscheidplatz in mehreren Gemeinden mit falschen Dokumenten an- und abmelden. In Deutschland haben bereits über 250 Kommunen ein Dokumentenprüfgerät. Allein in der Stadt Hamm wurden bei einer Testphase im Februar 2017 730 Dokumente überprüft und in 8 Fällen die Polizei eingeschaltet. Es ist also klar, dass mit einem relativ kleinem Aufwand ein „Mehr“ an Sicherheit, aber auch ein „Weniger“ an Missbrauch erzielt werden kann. Grund genug für uns, um einen Prüfauftrag als Beschlussvorlage einzureichen, der zunächst die IT- und Hardwarevoraussetzungen prüft, um dann das Gerät anzuschaffen und in Betrieb zu nehmen. EW