Neujahrsempfang des Städtedreiecks – Kooperation oder Fusion!?

Sind die Saalfelder, Rudolstädter und Bad Blankenburger so lange stur bis um das Städtedreieck herum nur noch riesige Krakengemeinden gibt, die am Ende vielleicht auch noch größer sind als jede der einzelnen Städte? Wer kann das wollen? Wenn Ilmenau schon bald 40.000 Einwohner hat, welchen Stellenwert in Erfurt haben dann wir hier? Ist es nur die ältere Generation die eine Fusion so deutlich ablehnt? Wir glauben die junge Generation hat keine Lust auf diese Grabenkämpfe. Wir wollen hier einfach gut leben und da schmeckt uns die Wurst aus Bad Blankenburg genau so gut wie die aus Rudolstadt.

„Beim zehnten Neujahrsempfang des Städtedreiecks Bad Blankenburg, Rudolstadt und Saalfeld in der Bad Blankenburger Stadthalle hat Gastredner Frank Krätzschmar am Freitagabend vor über 500 Gästen in leidenschaftlicher Weise eine Lanze für eine Städtefusion am Saalebogen gebrochen. Wohl wissend, dass das Thema noch „nicht mehrheitlich konsensfähig ist“ und es für die Bürgermeister auch nicht leicht sei, „die lokale Brille“ abzusetzen, fragte der langjährige Geschäftsführer der Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen (LEG) provokativ: „Warum wird das Thema Fusion nicht diskutiert?“ Mindestens müsse die Kooperation am Saalebogen forciert werden, so Krätzschmar. Er begründete diese Forderung mit dem weiteren Erstarken der Städte Jena und Erfurt. „Auch Ilmenau wird auf 40 000 Einwohner wachsen“, stellte der ehemalige LEG-Chef fest und erklärte: „Dazu braucht es eine Antwort aus dieser Region!“

„Zunächst einmal stellte Graul hinsichtlich des Städtedreiecks klar: „Es ging nie darum, aus den drei Städten eins zu machen.“ Gleich wohl habe sich das Städtedreieck im Zuge einer Funktionalreform darauf vorbereitet, zusätzliche Aufgaben zu übernehmen.“

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