Nicht alles Käse im Siechenbach!

 

Nicht allzu lange ist es her, als wir gemeinsam mit allen Stadtratskollegen eine sprichwörtliche Brücke für eine marode Siechenbachquerung geschlagen haben. Durch Bilder von interessierten Anwohnern einst darauf aufmerksam gemacht, haben wir uns umgehend darum gekümmert und das Anliegen in der Saalfelder Stadtverwaltung hinterfragt. Ergebnis war bekanntlich sehr zufriedenstellend: „Ruck-Zuck-Beschluss“ im Rat der Stadtväter und -mütter.

Ohne Beigeschmack? Nun gut, auch ich könnte mit mageren Kosten besser leben. Aber in einer überbuchten Baubranche schießen nun mal die Baukosten in die Höhe und andererseits das Verständnis hierzu in den Keller. Vielleicht hätten wir noch ein Jahr länger warten sollen, können, müssen, dürfen. Wer weiß das schon!

Ich meine, die alte  Betonbrücke mit dem halben Jahrhundert auf dem Buckel war doch landschaftlich gestalterisch perfekt eingefügt, wenn man der regen Kritik an der neuen Aluminiumbrücke Glauben schenkt. Sie wurde nicht nur schnell hingestellt und somit die Flora und Fauna schnell wieder bautechnisch in Ruhe gelassen, sondern bekam dann auch noch einen anständigen Anstrich, der nicht jedes Jahr aufgefrischt werden muss wie bei einer Holzbrücke. Ho-ho-ho-Holzbrücke wurde plötzlich als die bessere Variante groß und breit in der Tageszeitung erörtert. Von Terra-X-Fachleuten? Schlecht recherchiert würde ich meinen.

Klar freue ich mich über an Ausgewogenheit glänzende Berichte – auch von Redakteuren, die Territorien zum ersten Mal erblickten. Seien wir ehrlich: Irgendwann ist doch immer das erste Mal. Da gucke ich unisono wie die Maus aus dem Schweizer Käse. Wem geht’s anders?

Euer

Eric H. Weigelt

Fraktionsvorsitzender DIE JUNGEN