Ohne Papp-Versprechen

Statement von Eric H. Weigelt (Listenplatz 2 und Beauftragter):

Eigentlich müsste man Mitleid haben mit den ewig lächelnden, auf jung gehübschten Kandidaten, wie sie mit Plastefesseln an Masten geschnürt auf das Wahlvolk herab blicken. Kein Pfahl ist vor ihnen sicher, keiner zu hoch, um den besten Platz lange vor dem Wahlsonntag zu ergattern. Sie wehren sich nicht einmal, wenn sie beschmiert oder abgerissen werden. Manch einer bleibt noch monatelang im Dreck liegen (Siehe Foto). Kollektiver Zwang vereint die „Papp-Bürger“ in ihrer trügerischen Hoffnung auf den Quotensieg. Das kann einem vielleicht auf die Nerven gehen! Sind wir schon so abgestumpft, dass uns der Plakatierungs-Wahn im öffentlichen Verkehrsraum vom Brauhaus bis Marktkauf stärker inspiriert als der romantische Canaletto-Blick auf die Stadt? Mag sein, dass dieses Argument nicht alle hartgesottenen Burschen weich spült. Wie wärs zur Abwechslung mit „Augen auf im Straßenverkehr!“? Mal vorausschauernder auf die Kinder und Alten am Bürgersteig achten, als die Plakate aus dem Auto heraus bei 50 Sachen lesen zu wollen. Wir – DIE JUNGEN – werden uns am Plakatierungswahn nicht beteiligen. Wir betreiben unseren Wahlkampf hauptsächlich über das Internet sowie die Print-Medien und was ganz wichtig ist – bürgernah am Wähler. So stellen wir sicher, dass ein Teil unseres Programms, nämlich konsequent bürgernah zu denken und zu handeln, schon vor den Wahlen umgesetzt wird, ganz OHNE PAPP-VERSPRECHEN.

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