OTZ: Nach Kritik im Vorjahr: Weihnachtsmarkt in Saalfeld mit neuem Konzept

Saalfeld. In diesem Jahr soll alles besser werden. Dieser Hoffnung gab SaalfeldsBürgermeister Matthias Graul bei der Eröffnung des Saalfelder Weihnachtsmarktes Ausdruck. Zuvor sangen die Kinder der Awo-Kita „Sonnenland“ traditionell ihr Eröffnungsständchen, unter anderem mit dem Klassiker „Schneeglöckchen Weißröckchen“.

Graul ging in seiner Eröffnungsrede auf die Kritik am Weihnachtsmarkt im vergangenen Jahr ein. „Es war nicht der schönste Weihnachtsmarkt in Thüringen“, sagte Graul, „es machte keinen Sinn, ihn weiter so fortzuführen“. Die Organisatoren hätten sich zusammengesetzt und seien überein gekommen, „einen ganz großen Schritt nach vorn zu gehen“ – und dies mit „großem finanziellen und persönlichen Einsatz“.

Hauptkritikpunkt war, berichtete Graul, dass die Saalfelder ihren Weihnachtsmarkt als nicht weihnachtlich genug empfunden haben. Es habe zu viele Versorgungs-, aber zu wenige weihnachtliche Angebote gegeben, erklärte Graul.

Tatsächlich werden in diesem Jahr beispielsweise auch Weihnachtsgestecke angeboten. Zudem, erläuterte Graul, wurde auch das Lichtkonzept verändert, wurden moderne LED-Leuchten installiert, die auch die Stadttore mit erleuchten. In diesem Zusammenhang lobte der Bürgermeister seine Stellvertreterin Bettina Fiedler (CDU), die sich diesbezüglich sehr engagiert habe.

„Wir wollten den Markt weihnachtlicher gestalten. Die ersten Reaktionen sind positiv“, erklärte die Erste Beigeordnete.

Als große Neuheit des Weihnachtsmarktes 2016 in Saalfeld ist die erstmals aufgestellte Eisbahn. „Ich werde sie wohl nicht nutzen“, scherzte Graul mit Verweis auf fehlende Eislaufkünste; er hoffe aber, dass viele ihren Spaß auf dem Eis haben werden. Am Ende, so schloss der Bürgermeister seine Rede, „müssen die Saalfelder und ihre Gäste sagen, ob das neue Konzept aufgegangen ist“.

Im Anschluss der Weihnachtsmarkt-Eröffnung – auch dies ist Tradition – stürmten die Kinder aus dem „Sonnenland“ zu einer kostenlosen Karussellfahrt.

Guido Berg / 28.11.16