Wohnen als Familienpolitik

Das Bild zeigt die Wohnstadt Saalfeld.Junge Familien braucht das Land – oder eigennützig gesprochen: …braucht Saalfeld. Wer hierbei nicht familienfreundlich agiert, hat über kurze Zeit das Nachsehen. Ausreichende Kinderbetreuungsangebote und -plätze, die mit Beruf und Familienplanung Hand in Hand gehen, gehören auf die Prioritätenliste einer jeden Haushaltsdebatte.

 

Saalfeld darf nicht den Anschluss verpassen, wenn die „lieben Nachbarn“ mit unseren Bürgern auf Kuschelkurs gehen und mit preiswerterem Wohnbauland oder sonstigen Schmankerln klingeln.
Wer sein Eigenheim in Unterwellenborn gebaut hat, kann bestenfalls noch in Saalfeld shoppen gehen. Viel bleibt da an Kommunaleinnahmen nicht hängen, und die pro-Kopf-Schlüsselzuweisung vom Land schon gar nicht. DIE JUNGEN wissen natürlich, dass Wohneigentum nicht jedermanns Sache ist. Miete als die große Alternative hat auch ihre Schattenseite, besonders wenn es kontinuierlich bergauf geht. Sanierte Mietwohnungen gibt es nicht mehr zum Dumpingpreis. Die stadteigene Wohnungsbaugesellschaft muss auch auf die Kosten schauen. Doch von wem sonst sollte ein Stadtrat das Fingerspitzen-Gefühl gegenüber den „bleibewilligen“ Saalfelder Familien erwarten, wenn nicht von der WOBAG?
Die Stadt sind wir schließlich alle – die, die heute hier wohnen und morgen hoffentlich immer noch.