Zur Budgetplanung der Stadt

Statement Boris Culina (Listenplatz 1):

Aus meiner Sicht heißt die Herausforderung an die zukünftigen Stadträte, das zur Verfügung stehende Haushaltsbudget nach Dringlichkeit zu investieren. Da der Saalfelder Kommune in den nächsten Jahren weitere Budgetkürzungen drohen, gestaltet sich der finanzielle Spielraum immer komplizierter. Man wird zwangsläufig nicht in alle relevanten Themen investieren können, eher das Einsparpotenzial erhöhen müssen.

Aus meiner täglichen Praxis als Geschäftsführer weiß ich mit solchen Problemen umzugehen. Auch in der Feengrotten-Stadt erfolgt eine feste Budgetplanung, getrennt nach Verwaltungs- und Vermögenshaushalt. Die Wünsche der städtischen Fachabteilungen stehen auf der einen und der Geschenkekatalog der Stadträte auf der anderen Seite. Da ist immer Gewitterstimmung im Saal. Trotzdem ist es unumgänglich sich festzulegen, in welchen Bereichen und in welchem Umfang investiert werden kann und muss. Als Beispiel sei hier der brisante Stellenplan oder die IT-Hardware genannt.

„Geld ist nicht Alles“, sagte einmal der Thüringische Ministerpräsident a. D., Bernhard Vogel, und fügte hinzu: „…aber ohne Geld ist alles Nichts!“ Stimmt! Doch manchmal ist Geld sogar fast ersetzbar.

So konnte ich im letzten Jahr beobachten wie z.B. ein Veranstaltungsformat zu den Themen Berufsorientierung, Ausbildung und Studium ins Leben gerufen wurde. In der Stadthalle Bad Blankenburg startete die erfolgreiche inKontakt Messe (Ausbildung – Jobs – Unternehmen), welche im September 2014 fortgesetzt wird. Es gilt nunmehr, die Informationsveranstaltung weiter bekannt zu machen, um beispielsweise Schulabgängern berufliche Möglichkeiten im Landkreis aufzuzeigen. Der bewährte Saalfelder Berufs-Infomarkt und die Jobbörse der Agentur für Arbeit wurden hier erstmalig im Herbst 2013 zu einem neuen Format zusammengeführt. Eine Weiterentwicklung und/oder ähnliche Strukturen könnten Saalfeld und dem gesamten Städtedreieck gut zu Gesicht stehen.

In vielen Bereichen hilft es schon, mit den zuständigen Verantwortlichen lösungsorientiert ins Gespräch zu kommen. Wir – DIE JUNGEN – möchten uns gezielt mit einbringen. Dazu brauchen wir mehr Informationen aus den Fachgremien, aber bitte nicht mehr auf endlosen Papierrollen. Eine zeitgemäße Kommunikationsplattform ist hierfür unumgänglich.